Maresa Hörbiger & Thomas Smolej präsentieren die szenische Lesung
GLORIA SWANSON - „AND ALL THE CAMERAS LOVED ME“
Freitag, den 19. Juni 2026 (Einlass: 19 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr) im Salotto del Leone
mit Aperitiv und kleinem Buffet
Diesmal rückt Kammerschauspielerin Maresa Hörbiger eine der schillerndsten Leinwandgöttinnen der Goldenen Ära Hollywoods in den Mittelpunkt eines Literaturabends in ihrem Salotto del Leone in Venedig: GLORIA SWANSON.
Am 19. Juni präsentieren Maresa Hörbiger und Thomas Smolej, der auch diesmal wieder für die szenische Umsetzung als Regisseur verantwortlich ist, eine mitreißende szenische Lesung, die in sechs Kapiteln einen Erinnerungs-Streifzug durch das Leben der Filmikone unternimmt. Unter dem Titel „And All the Cameras Loved Me“ sind Maresa Hörbiger als Gloria Swanson und Thomas Smolej als Butler Raymond zu erleben.
Ein Salon. Später Abend. Champagner. Erinnerungen. Und eine Frau, die beschließt, ihrem engsten Kreis endlich die Wahrheit zu erzählen – oder zumindest jene Wahrheit, die im richtigen Licht am schönsten erscheint – kaum eine Stadt könnte für dieses Setting geeigneter sein als Venedig. Denn wie diese Stadt der Masken verstand auch Gloria Swanson die Kunst der Verwandlung. Hinter jedem Gesicht erschien ein neues Gesicht, hinter jeder Rolle eine weitere Inszenierung. Und wie Venedig lebte sie von jener seltenen Fähigkeit, aus Vergänglichkeit Schönheit entstehen zu lassen. Beide – die Stadt und die Diva – verbindet der Glanz einer großen Welt und die Melancholie ihres Verschwindens: Schönheit und Verfall, Erinnerung und Mythos. Was bleibt, wenn ein Zeitalter vergangen ist? Was bleibt, wenn der Applaus verstummt?
In sechs Kapiteln entsteht kein biografischer Abend, sondern eine Fahrt durch Erinnerungen – Inseln einer Vergangenheit, musikalische Übergänge, Spiegelungen und Stimmen aus einer anderen Zeit. Wie in den Kanälen Venedigs treiben wir durch Bilder, Geschichten und Geister.
Und vielleicht ist es kein Zufall, dass all dies im Salotto del Leone geschieht: Unter dem Zeichen des Löwen begegnet uns Gloria Swanson als das, was sie immer war – majestätisch, widersprüchlich, unangepasst und zugleich verletzlich.
Musikalische Umrahmung: Pianistin Julia Siedl
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist auf Grund der eingeschränkten Platzanzahl nur auf Einladung möglich.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Maresa Hörbiger
Unglaubliche 38 Jahre lang prägte Maresa Hörbiger die Geschichte des Wiener Burgtheaters als führende Protagonistin. Aber auch im Schillertheater sowie im Renaissance-Theater Berlin oder im Schauspielhaus Hamburg sorgte die Kammerschauspielerin für Furore. Neben dem Theater brillierte Maresa Hörbiger in national wie international bekannten Film- und Fernsehproduktionen, wie „Kommissar Rex“, „Tatort“ sowie in der Rolle der Mutter Magda in der Filmbiographie „Romy“ (2009). Als Tochter von Attila Hörbiger und Paula Wessely trat Maresa Hörbiger in übergroße Fußstapfen, die sie durch ihren eigenen schauspielerischen Weg mit Bravour zu füllen verstand.
Im berühmten Hörbigerhaus der Eltern erfüllte sie sich in den 2000-er Jahren den Traum eines eigenen Salontheaters: Der „KULTURSALON HÖRBIGER“ verschrieb sich dem Dialog zwischen jungen österreichischen und osteuropäischen Kulturschaffenden aller Genres, u.a. unter der Patronanz von Michael Haneke und Friedrich Cerha. In den vergangenen Jahren hat sich die Kammerschauspielerin auf literarische Glanzpunkte in Kombination mit erlesenen Gaumenfreuden konzentriert und damit exklusive Genusserlebnisse geschaffen. Zuletzt begeisterte sie u.a. mit der deutschsprachigen Erstaufführung von Gábor Nógrádis packendem „Sisi“-Monolog im Weissgoldzimmer von Schloss Schönbrunn. Mit dem „Salotto del Leone“ hat sich Maresa Hörbiger den Traum eines eigenen Literatursalons in ihrer Herzensstadt Venedig erfüllt.
Thomas Smolej
Der aus Kärnten stammende und in Wien lebende Regisseur absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Odeon sowie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als Regisseur verantwortete er unter anderem Musik- und Sprechtheaterproduktionen wie Die Zauberflöte (Theater Akzent & MUK Wien), Eine Nacht in Venedig (ORF-Aufzeichnung, Präsentation auf der MIP COM in Cannes), Die Rose von Stambul (nominiert als beste Operettenproduktion beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2020), Der Graf von Luxemburg (2023, Bühne Baden), die Simpl-Revue 17/18, die Musical-Uraufführung Burnout (Admiralspalast, Berlin). Zuletzt inszenierte er am Mittelsächsischem Theater in Freiberg (und Döbeln) Lortzing's Waffenschmied, der in einer von ihm eigens geschriebenen Fassung als WaffeLschmied uraufgeführt und gefeiert wurde.
Er arbeitete mit namhaften Persönlichkeiten wie unter anderen Ute Lemper, Dagmar Koller, Peter Kraus und Daniela Ziegler. Als Darsteller war Tom Smolej u.a. von 2005 bis 2013 festes Ensemblemitglied des Kabarett „Simpl“ unter der Leitung von Michael Niavarani. Seit 2018 ist er gemeinsam mit Mark Seibert im Erfolgsprogramm Männerabend zu sehen. Neben seiner Tätigkeit als Sprecher für Werbung und Hörbücher wirkt Smolej auch als Universitätsdozent für Sprechtechnik. Seit 2025 verbindet ihn zudem eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit Maresa Hörbiger im „Salotto del Leone“ in Venedig.